LaTeX für Juristen

In vielen naturwissenschaftlichen Studienfächern – etwa der Informatik und der Mathematik – hat sich das Textsatzsystem LaTeX zusammen mit der Literaturverwaltungslösung BibTeX unlängst zum Standard zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten etabliert. Im Gegensatz zu Word oder LibreOffice setzt LaTeX auf strikte Trennung von Inhalt und Darstellung: Der Benutzer erstellt sein Dokument als reine Textdatei, in der zu formatierende Textpassagen wie Überschriften lediglich als solche markiert, nicht aber gestaltet werden. Anhand separat festlegbarer und austauschbarer Vorlagen werden daraus anschließend vollautomatisch gesetzte Dokumente sehr hoher Qualität generiert.

Trotz ihrer zahlreichen Vorteile sind LaTeX/BibTeX bisher im juristischen Umfeld kaum verbreitet. Dies liegt unter anderem daran, dass sich juristische Zitierweisen mangels passender Formatvorlagen bisher nur auf komplizierte Weise umsetzen lassen. Um dieses Problem zu lösen, entwickelte die juris-Stiftungsprofessur gemeinsam mit einem Team von Informatikstudenten aus der Vorlesung "Software-Engineering" von Prof. Andreas Zeller (Lehrstuhl für Softwaretechnik) die Software „BibLatex JuraDiss“.

„BibLatex JuraDiss“ ist ein Webdienst, mit dem entsprechende Formatvorlagen auf Knopfdruck erstellt werden können. Die Software ermöglicht die Festlegung individuell angepasster Zitierweisen für jeden juristischen Literaturtyp. Die Gestaltung des ersten und folgender Auftreten einer Fundstelle sowie des zugehörigen Literaturverzeichniseintrags können jeweils separat konfiguriert werden. Der Benutzer benötigt dazu keine technischen Vorkenntnisse: Alternativ zur Verwendung von BB-Codes können die gewünschten Formatierungen auch interaktiv mit wenigen Klicks zusammengestellt werden; das Ergebnis kann in einer Live-Vorschau jederzeit überprüft werden.

Weitere Informationen:
  • Zur Demo (Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ohne Login”)
Ansprechpartner:
Wenn Sie Interesse an „BibLatex JuraDiss“ haben und die Entwicklung unterstützen möchten, wenden Sie sich an Prof. Dr. Sorge.



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